Die Nazi-Opfer nicht vergessen – Erinnerung an die Befreiung des KZ Auschwitz

 
 

Heute, am 27. Januar 2017, durfte ich anlässlich des Befreiungstages des KZ Auschwitz an einer kleinen Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus im Fleet des Dorfparks Falkenburg teilnehmen. Die dortige Wand, u. a. bestehend aus einem mit vielen Brandspuren gezeichneten Lehmstein aus dem Auschwitz-Krematorium Nr. 5, ist einer der wenigen Orte in unserer Region, der symbolhaft für das Gedenken an Auschwitz steht.

 

Gerade vor dem Hintergrund dessen, dass es immer weniger Zeitzeugen gibt und Populisten aktuell verstärkt wieder versuchen Keile zwischen Teile der Bevölkerung und Flüchtlinge zu treiben, halte ich die Erinnerung an so einen Gedenktag für sehr wichtig. Wir müssen unsere Geschichte lebendig halten, wozu wir mit Veranstaltungen wie dieser zumindest zu einem kleinen Teil beitragen.

Wir dürfen es nicht verpassen, wie es gerade in den USA geschieht, die eigene Geschichte aufzuarbeiten. Jetzt werden wieder Mauern gebaut und es darf gefoltert werden. Ich bin froh, dass so etwas in der 1947 neu gegründeten BRD schwierig geworden ist, dennoch geben die derzeitigen Entwicklungen aber zu denken.

Meine Hoffnung besteht darin, dass wir gemeinsam über die Parteigrenzen hinweg die parlamentarische Demokratie und die gelebte Vielfalt in unserem Land verteidigen. Populistische Forderungen mit dem Ergebnis des Verlustes demokratischer Errungenschaften können wir nicht zulassen.

Mit Gedenktagen wie dem 27. Januar müssen wir uns daran erinnern, dass es sich lohnt für die Würde des Menschen, die Meinungsfreiheit, die Religionsfreiheit und letztendlich die Dreigewaltenteilung zu kämpfen. Dazu gehört es Gedenkfeiern abzuhalten und unsere Denkmäler zu pflegen. Unsere Kinder lediglich in der Schule über die NS-Zeit aufzuklären reicht nicht aus.

 
    Bürgergesellschaft
 

 


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